Vergleich

Kreditkarte für Selbstständige: Vergleich 2026

Eine Firmenkreditkarte trennt private und geschäftliche Ausgaben, verschafft Zahlungsziel und liefert der Buchhaltung saubere Belege. Wir vergleichen fünf Karten, die Selbstständige in Deutschland ohne Konzernbilanz bekommen.

Stand: 01.08.2026 · 5 Anbieter im Vergleich · enthält Partnerlinks (so verdienen wir Geld)

Die Übersicht auf einen Blick

Kreditkarte für Selbstständige: Vergleich 2026 – Vergleichstabelle
AnbieterJahrespreisKartentypZahlungszielBonitätsprüfungBuchhaltungs-AnbindungLink
American Express Business CardBestes Zahlungsziel0 € im 1. Jahr, danach ab 60 €Charge-Kartebis zu 58 TageBonitätsprüfung, Schufa-AbfrageCSV/DATEV-ExportZu American Express
Qonto Business Cardab 11 €/Monat (Konto)Debitkarte (Mastercard)sofortige Belastungkeine klassische KreditprüfungDATEV, lexoffice, sevDeskZu Qonto
Kontist Card0 – 12,99 €/MonatDebitkarte (Visa)sofortige Belastungkeine klassische KreditprüfungDATEV-ExportZu Kontist
PayhawkindividuellDebit- und Kreditkartenje nach VertragFirmenbonitätDATEV, SAP, XeroZu Payhawk
Revolut Business0 – 79 €/MonatDebitkartesofortige Belastungkeine klassische KreditprüfungCSV, Xero, teils DATEVZu Revolut Business

Angaben nach Anbieterinformationen zum Stand 01.08.2026, netto und ohne Gewähr. Maßgeblich sind immer die aktuellen Konditionen des jeweiligen Anbieters.

Die Anbieter im Detail

01American Express Business Card

ab 0 € im 1. Jahr

Klassische Charge-Karte mit langem Zahlungsziel und Bonusprogramm.

Am besten für: Selbstständige mit hohen Ausgaben

Stärken

  • Langes Zahlungsziel schont Liquidität
  • Membership-Rewards-Punkte
  • Reise- und Einkaufsversicherungen

Schwächen

  • Nicht überall akzeptiert
  • Bonitätsanforderungen relativ hoch
Zu American ExpressAnzeige – wir erhalten ggf. eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

02Qonto Business Card

im Kontotarif enthalten

Debitkarten mit Ausgabelimits je Mitarbeiter, direkt im Business-Konto.

Am besten für: Teams mit mehreren Karten

Stärken

  • Karten pro Mitarbeiter mit Limits
  • Belege direkt an die Transaktion anhängen
  • Virtuelle Karten für Abos

Schwächen

  • Kein echtes Zahlungsziel
  • Nur zusammen mit dem Konto nutzbar
Zu QontoAnzeige – wir erhalten ggf. eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

03Kontist Card

ab 0 €/Monat

Debitkarte zum deutschen Geschäftskonto inklusive Steuerrücklage.

Am besten für: Solo-Selbstständige

Stärken

  • Ohne Bonitätsprüfung erhältlich
  • Umsätze fließen direkt in die Steuerlogik
  • Deutscher Support

Schwächen

  • Kein Kreditrahmen
  • Keine Versicherungspakete
Zu KontistAnzeige – wir erhalten ggf. eine Provision, für dich ändert sich der Preis nicht.

04Payhawk

auf Anfrage

Ausgabenmanagement mit Karten, Freigaben und automatischer Belegzuordnung.

Am besten für: Wachsende Firmen ab ca. 10 Mitarbeitenden

Stärken

  • Sehr starkes Ausgaben-Controlling
  • Automatische Belegerinnerungen

Schwächen

  • Für Solo-Gründer überdimensioniert
  • Preise nicht öffentlich

05Revolut Business

ab 0 €/Monat

Multiwährungs-Karten für Selbstständige mit internationalen Kunden.

Am besten für: Auslandsgeschäft & Online-Business

Stärken

  • Günstige Fremdwährungsumsätze
  • Virtuelle Einmalkarten
  • Schnelle Einrichtung

Schwächen

  • Litauische IBAN kann bei Behörden Rückfragen auslösen
  • Support überwiegend per Chat

So haben wir verglichen

Echte Kreditlinie oder Debit?

Nur Charge- und Kreditkarten geben dir Zahlungsziel. Debitkarten belasten sofort – gut für Disziplin, schlecht für Liquiditätsspitzen.

Bonitätshürden

Frisch gegründet und ohne Bilanz bekommst du selten eine klassische Kreditkarte. Debit-Lösungen von Kontist, Qonto oder Revolut funktionieren trotzdem.

Belegfluss

Karten, die Belege direkt an die Transaktion hängen und exportieren, sparen die monatliche Zettelsuche.

Fremdwährung & Auslandseinsatz

Bei Software-Abos in US-Dollar summieren sich 2 % Fremdwährungsentgelt schnell auf dreistellige Jahresbeträge.

Fazit der Redaktion

  • Brauchst du Zahlungsziel und hast solide Bonität, ist die American Express Business Card die stärkste Karte im Vergleich.
  • Für frisch Gegründete ohne Bonitätshistorie sind die Debitkarten von Kontist oder Qonto der realistische Weg.
  • Wer viel in Fremdwährung zahlt, spart mit Revolut Business am meisten Gebühren.

Häufige Fragen

Bekomme ich als Gründer überhaupt eine Firmenkreditkarte?+

Eine echte Kreditkarte mit Kreditrahmen setzt Bonität voraus, die frisch Gegründete selten nachweisen können. Debitkarten von Kontist, Qonto, Finom oder Revolut bekommst du dagegen praktisch immer, weil sie nur auf Guthabenbasis funktionieren.

Sind Kreditkartengebühren steuerlich absetzbar?+

Ja, Jahresgebühren und Fremdwährungsentgelte einer geschäftlich genutzten Karte sind Betriebsausgaben. Bei gemischter Nutzung musst du den privaten Anteil herausrechnen.

Prepaid, Debit oder Charge – was ist der Unterschied?+

Prepaid muss vorher aufgeladen werden, Debit belastet sofort das Konto, Charge sammelt alle Umsätze und zieht sie einmal monatlich ein. Nur Charge- und Kreditkarten verschaffen dir also Zahlungsziel.

Wirkt sich die Firmenkarte auf meine Schufa aus?+

Bei Charge- und Kreditkarten wird in der Regel die Schufa abgefragt und der Vertrag eingemeldet. Debitkarten auf Guthabenbasis kommen meist ohne Schufa-relevante Eintragung aus.

Nächster Schritt