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Skonto-Rechner

Skontobetrag, Zahlbetrag und effektiven Jahreszins sofort berechnen. Ideal für die Frage: „Lohnt es sich, Skonto zu ziehen?"

Illustration: Rechnung mit Skontofrist, Kalender und Sparbetrag in Euro

Wie funktioniert Skonto?

Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant gewährt, wenn du eine Rechnung innerhalb einer verkürzten Frist bezahlst – typisch sind 2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, ansonsten 30 Tage netto.

Die Formel für den effektiven Jahreszins des Skontos lautet:

Skonto × 360 / ((Zahlungsziel − Skontofrist) × (100 − Skonto))

Bei 2 % Skonto und 20 Tagen Differenz sind das ~36,7 % Effektivzins – deutlich mehr als jeder Kontokorrentkredit. Skonto zu ziehen ist fast immer die richtige Entscheidung.

Beliebte Berechnungen

Fachlich geprüft am 14. August 2026

So wird gerechnet

Skontobetrag

Skontobetrag = Rechnungsbetrag × (Skontosatz / 100)

Der Skontobetrag ist der Nachlass, den du beim Abzug von Skonto einsparst. Bei 1.000 € und 2 % Skonto sind das 20 €.

Zahlbetrag

Zahlbetrag = Rechnungsbetrag − Skontobetrag

Der Betrag, den du tatsächlich überweist, wenn du innerhalb der Skontofrist zahlst.

Effektiver Jahreszins des Skontos

Jahreszins = [Skonto / (100 − Skonto)] × [360 / (Zahlungsziel − Skontofrist)] × 100

Rechnet den Preisnachlass in einen effektiven Zinssatz um – vergleichbar mit einem Kontokorrentkredit.

Schritt für Schritt

  1. 1

    Rechnungsbetrag eintragen

    Trage den Bruttobetrag der Eingangs- oder Ausgangsrechnung in das Feld „Rechnungsbetrag“ ein.

  2. 2

    Skontosatz erfassen

    Übernimm den auf der Rechnung angegebenen Skontosatz, meist zwischen 1 % und 3 %.

  3. 3

    Skontofrist eingeben

    Trage die Anzahl der Tage ein, innerhalb derer der Skontoabzug erlaubt ist, z. B. 10 Tage.

  4. 4

    Zahlungsziel eingeben

    Erfasse das vereinbarte Zahlungsziel ohne Skonto, üblich sind 30 Tage.

  5. 5

    Ergebnis ablesen

    Der Rechner zeigt dir sofort den Zahlbetrag mit Skonto, die Ersparnis und den effektiven Jahreszins an.

  6. 6

    Liquidität prüfen

    Vergleiche den effektiven Jahreszins mit deinen Kontokorrentzinsen, um zu entscheiden, ob sich ein kurzfristiger Kredit zur Skontoausnutzung lohnt.

Rechenbeispiel

Beispielrechnung: 2 % Skonto bei 30 Tagen Zahlungsziel

Rechnungsbetrag
1.000,00 €
Skontosatz
2 %
Skontofrist
10 Tage
Zahlungsziel
30 Tage
Skontobetrag
20,00 €
Zahlbetrag
980,00 €
Effektiver Jahreszins
≈ 36,73 %

Bei einer Zahlungsdifferenz von 20 Tagen entspricht das Skonto einem effektiven Jahreszins von rund 36,7 % – deutlich mehr, als jeder gängige Kontokorrentkredit kostet. Es lohnt sich fast immer, Skonto zu ziehen, notfalls über einen kurzfristigen Kredit.

Was ist Skonto und wie funktioniert der Abzug?

Skonto ist ein Preisnachlass, den ein Lieferant oder Dienstleister gewährt, wenn eine Rechnung deutlich früher als das reguläre Zahlungsziel beglichen wird. Typisch sind Klauseln wie „2 % Skonto bei Zahlung innerhalb von 10 Tagen, ansonsten 30 Tage netto“.

Für Gründer:innen und kleine Unternehmen ist Skonto ein wichtiges, oft unterschätztes Instrument im Liquiditätsmanagement: Wer es systematisch nutzt, spart bei regelmäßigem Wareneinkauf schnell mehrere Prozentpunkte der Betriebskosten ein.

Skonto ist rechtlich eine freiwillige Vereinbarung zwischen den Vertragsparteien und muss ausdrücklich auf der Rechnung vermerkt sein – ohne Skontoklausel gilt automatisch der volle Rechnungsbetrag zum vereinbarten Zahlungsziel.

Warum lohnt sich Skonto fast immer?

Der Grund liegt in der Umrechnung auf einen effektiven Jahreszins: Ein scheinbar kleiner Rabatt von 2 % innerhalb weniger Tage entspricht auf das Jahr hochgerechnet einem zweistelligen Zinssatz.

Selbst wenn du für die frühere Zahlung kurzfristig einen Kontokorrentkredit in Anspruch nehmen musst, ist das in aller Regel günstiger, als auf Skonto zu verzichten – Kontokorrentkredite liegen meist deutlich unter dem effektiven Skontozins.

Für Unternehmen mit engem Liquiditätsspielraum kann es sich lohnen, Zahlungen zu priorisieren: Erst die Rechnungen mit hohem effektivem Skontozins begleichen, danach den Rest.

Skonto beim Verkauf gewähren – Vor- und Nachteile

Auch als Rechnungssteller kannst du Skonto anbieten, um Kund:innen zur schnelleren Zahlung zu bewegen und dein eigenes Forderungsmanagement zu entlasten.

Der Vorteil: schnellerer Cashflow und weniger Mahnaufwand. Der Nachteil: Du verzichtest effektiv auf einen Teil deines Umsatzes, was bei knappen Margen problematisch sein kann.

  • Vorteil: schnellere Zahlungseingänge, weniger Forderungsausfälle
  • Vorteil: geringerer Verwaltungsaufwand durch weniger Mahnungen
  • Nachteil: Margenverlust, besonders bei niedrigen Deckungsbeiträgen
  • Nachteil: erfordert klare Rechnungsstellung mit Skontoklausel

Umsatzsteuerliche Behandlung von Skonto

Wird Skonto tatsächlich in Anspruch genommen, mindert sich die Bemessungsgrundlage der Umsatzsteuer nachträglich. In der Buchhaltung wird das über das Konto „Skontoertrag“ bzw. „Skontoaufwand“ sowie eine Korrektur der Vorsteuer bzw. Umsatzsteuer abgebildet.

Bei der Rechnungsstellung solltest du sowohl den Bruttobetrag ohne Skonto als auch den Skontosatz und die Frist klar ausweisen, damit die Buchhaltung – ob durch dich selbst oder eine Steuerkanzlei – korrekt erfolgen kann.

Skonto im Vergleich zu anderen Zahlungsanreizen

Neben Skonto gibt es weitere Instrumente wie Rabatte, Boni oder Vorkasse-Nachlässe. Skonto unterscheidet sich dadurch, dass es an eine konkrete, kurze Zahlungsfrist gekoppelt ist und primär der Liquiditätssteuerung dient, nicht der Preisgestaltung.

Für Selbstständige, die überwiegend mit Geschäftskunden (B2B) arbeiten, ist Skonto ein etabliertes und häufig erwartetes Zahlungsinstrument – gerade im Großhandel, Handwerk und Bauwesen.

Häufige Fragen

Wie berechnet man Skonto konkret?+

Skonto berechnest du, indem du den Rechnungsbetrag mit dem Skontosatz in Prozent multiplizierst. Bei 1.000 € Rechnungsbetrag und 2 % Skonto ergibt sich ein Skontobetrag von 20 €. Der Zahlbetrag ist dann 980 €. Unser Rechner übernimmt diese Berechnung automatisch und zeigt zusätzlich den effektiven Jahreszins an.

Lohnt sich Skonto trotz Kredit?+

In den meisten Fällen ja. Der effektive Jahreszins von Skonto liegt oft zwischen 20 % und 40 %, während ein Kontokorrentkredit üblicherweise deutlich darunter liegt. Es lohnt sich daher meist, kurzfristig einen Kredit aufzunehmen, um Skonto ausnutzen zu können, statt auf den Nachlass zu verzichten.

Ist Skonto Pflicht auf jeder Rechnung?+

Nein, Skonto ist eine freiwillige Vereinbarung. Es muss ausdrücklich auf der Rechnung vermerkt sein, inklusive Skontosatz und Skontofrist. Fehlt die Angabe, gilt automatisch das reguläre Zahlungsziel ohne Nachlass.

Wie wirkt sich Skonto auf die Umsatzsteuer aus?+

Wird Skonto tatsächlich gezogen, mindert sich die umsatzsteuerliche Bemessungsgrundlage nachträglich. Das muss in der Buchhaltung über eine Korrektur von Umsatzsteuer bzw. Vorsteuer berücksichtigt werden, da sich der letztlich gezahlte Betrag reduziert.

Was ist der Unterschied zwischen Skonto und Rabatt?+

Ein Rabatt ist ein genereller Preisnachlass, unabhängig vom Zahlungszeitpunkt, während Skonto ausschließlich an eine schnelle Zahlung innerhalb einer festen Frist gekoppelt ist. Rabatte werden meist direkt in der Rechnung verrechnet, Skonto erst bei tatsächlicher fristgerechter Zahlung.

Wie hoch ist Skonto üblicherweise?+

In Deutschland sind Skontosätze zwischen 1 % und 3 % üblich, häufig kombiniert mit einer Skontofrist von 7 bis 14 Tagen bei einem regulären Zahlungsziel von 30 Tagen. Branchenüblich sind im Handwerk und Großhandel oft 2 % innerhalb von 10 Tagen.

Kann ich Skonto auch nachträglich abziehen?+

Nein, Skonto darf nur innerhalb der auf der Rechnung genannten Skontofrist abgezogen werden. Wird diese Frist überschritten, ist der volle Rechnungsbetrag fällig – ein nachträglicher Abzug ist ohne ausdrückliche Zustimmung des Rechnungsstellers nicht zulässig.

Wie trage ich Skonto in der Buchhaltung ein?+

Skonto wird in der Buchhaltung als Skontoertrag (beim Einkauf) bzw. Skontoaufwand (beim Verkauf) gebucht, zusammen mit der entsprechenden Korrektur der Vorsteuer oder Umsatzsteuer. Die meisten Buchhaltungsprogramme bieten dafür automatisierte Buchungsvorlagen an.

Geprüft & belegt

Letzte Prüfung
14. August 2026
Nächste Prüfung
12. Dezember 2026 (alle 120 Tage)
Geprüft von
Gründer-Guru RedaktionFachredaktion Gründung, Steuern & Förderung

Verwendete Quellen

Stand: Januar 2026